Heute war leider mein letzter Tag.
Ich weiß jetzt schon, dass ich es vermissen werde so früh aufzustehen und den Sonnenaufgang mitzubekommen. Bestimmt werde ich es auch morgens vermissen den Hauptbahnhof zu erleben (Morgens (5.00-6.00) wird dort immer Jazz-Musik gespielt, unter den Boxen legen sich dann die Obdachlosen hin und schlafen zu der Musik).
Um ehrlich zu sein, dachte ich gestern noch, dass der Tag heute traurig und bedrückt wird. Jedoch der Tag war ein voller Erfolg, schon als wir in den Eingangsbereich kamen wurden wir lachend und mit Freude empfangen, wir alle lachten und waren gut drauf. An meinen Arbeitsplatz war auch eine echt gute Stimmung, von den 13 Leuten die sonst da waren hatten 9 frei, so waren nur Robert und Hartmut, Mark, Josef und ich noch da. Heute sollte eigentlich der Flieger vom Sultan einen Testflug machen, denn das Triebwerk und das fertige Fahrwerk musste noch getestet werden. Damit der Testflug heute in der Spätschicht gemacht werden kann, musste noch Druck auf die Hydraulik des Flugzeuges gepumpt werden und sie musste noch getestet werden. Anschließend mussten die Computersysteme vorbereitet werden, die Werkzeuge weg- und ausgeräumt und anschließend in die Werkzeugausgaben, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind, zurückgebracht werden.
Da dies aber nur kleine Sachen sind und dass sehr schnell erledigt ist, wenn alle mit anpacken, waren wir bereits kurz nach der Frühstückspause mit allem fertig. Ein Mitarbeiter (Namen will ich nicht sagen) ließ mich sogar die Hebebühne fahren, obwohl dies eigentlich ohne einen Führerschein nicht erlaubt ist. Die Restliche Zeit haben wir dann geredet oder sie haben mir nochmal etwas erklärt. Um 11.30 machte ich dann Schluss und verabschiedete mich von allen Leuten. Es war aber keine traurige Verabschiedung, sondern eine fröhliche, wir gaben uns alle die Hand und lachten uns fröhlich lächelnd an.
Nun kam der etwas traurigere Teil des Praktikums, ich zog mich um und räumte meinen Spint aus, anschließend hebte ich mein Guthaben von meiner Kantinenkarte ab. Um 13.15 trafen sich alle Praktikanten, die diese Woche ihr Praktikum beendeten, und erzählten sich wie es war. Ich habe bei den Praktikanten auch ein paar neue Freunde gefunden. Wir fragten Frau Harms noch ein paar Fragen, die in den zwei Wochen aufgekommen sind und verabschiedeten uns nun auch von ihr.
Am Eingangsbereich, wo wir bereits mit Freuden heute morgen empfangen wurden verabschiedeten wir uns auch. Sie schenkten uns (obwohl dass eigentlich wegen der Sicherheit absolut verboten ist) unsere Besucherausweise (Lale, Justin, Steven und mir) , die wir eigentlich beim Auschecken abgegeben werden müssten.
Wir nahmen den nächsten Bus und fuhren nach Hause.
Das war mein Praktikum 2014 bei der Lufthansa-Basis in Hamburg.
Ich empfehle es jeden mit Freude weiter, der einmal in einer riesen Firma mit einen sehr ausgeklüggelten Sicherheitssystem arbeiten möchte. Generell aber auch jeden, der sich bisher nur für Automotoren interessiert hat, kann dort seine Leidenschaften für Motoren ausleben. Außerdem sollte jeder, der sich für Schweißen, Schrauben, Lackieren sowie generell für Metall und seinen Fähigkeiten interessiert, einen Blick in die Lufthansa Technik zu werfen.